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Anforderungsbereiche & Operatoren im Abitur

Anforderungsbereiche & Operatoren im Abitur

Die Abiturprüfungen müssen, nach Vorgabe der Kultusminister, in allen Bundesländern vergleichbar sein. Elementar für eine Vergleichbarkeit ist die Art und Weise der Aufgabenstruktur. Die Aufgaben sollen so gestaltet sein, dass eine möglichst differenzierte Betrachtung der Prüfungsleistung möglich ist. Dies geschieht durch die Aufteilung in drei Anforderungsbereiche. Diese sind der Komplexität nach von I bis III angeordnet. Den verschiedenen Anforderungsbereichen (AFB I-III) sind wiederum Operatoren zugeordnet. Operatoren sind dabei im Bildungswesen bestimmte Verben, die zur Bildung von Aufgabenstellungen eingesetzt werden. Auf Beispiele gehen wir im Folgenden ein.

Warum gibt es Anforderungsbereiche?

Die Schaffung der Anforderungsbereiche verfolgt das Ziel, die Qualifikationen der Schüler in möglichst großer Breite und standardisiert überprüfen zu können. Aufgaben und deren Bewertung sollen so besser überprüfbar und vergleichbar gemacht werden. Um Einseitigkeit zu vermeiden, wird in drei unterschiedliche Anforderungsbereiche unterteilt, die eine ausgewogene Aufgabenstellung bieten sollen. Es wird hier besonders nach dem Grad der geistigen Selbstständigkeit unterschieden. Eine trennscharfe Aufteilung in die jeweiligen Anforderungsbereiche ist nicht immer möglich, deswegen muss jede Teilaufgabe mindestens einem Anforderungsbereich entsprechen.

Wie bereite ich mich auf die Anforderungsbereiche am besten vor?

Am besten vorbereitet auf die verschiedene Anforderungsbereiche ist man, wenn die Operatoren und deren Zuordnung zu allererst auswendig gelernt werden. Mit diesem Wissen kann man die Operatoren in der Aufgabenstellung identifizieren und weiß somit, in welchem Anforderungsbereich man sich befindet. Sobald der Anforderungsbereich identifiziert ist, muss man wissen, was dieser Anforderungsbereich abfragt, damit man die Aufgabe optimal beantworten kann. Um das zu trainieren, sollten verschiedene Aufgabentypen in der Abiturvorbereitung gelöst werden und das Erkennen der verschiedenen Bereiche so trainiert werden, dass auf den ersten Blick erkannt wird, was verlangt wird.

AFB I

Im Anforderungsbereich I geht es um Wissen und dessen Reproduktion. Wissen aus einem begrenzten Bereich wird unter Verwendung gelernter Methoden und Techniken reproduziert.

Operator

Mögliche Operatoren im Anforderungsbereich I sind:

Nennen

Die unkommentierte Bezeichnung von etwas mit einem passenden Begriff.

Darstellen

Die ausführliche Wiedergabe eines Sachverhaltes.

Beschreiben

Schlüssige und zusammenhängende Wiedergabe von Kenntnissen und Informationen.

 

AFB II

Bei dem Anforderungsbereich II handelt es sich um die Anwendung und Übertragung von Kenntnissen. Das Gelernte soll eigenständig angewendet werden und Teilergebnisse inhaltlich und sprachlich in Beziehung zueinander gesetzt werden.

Operator

Mögliche Operatoren im Anforderungsbereich II sind:

Erklären

Die Darstellung von Informationen mit eigenem Wissen, sodass Zusammenhänge verstanden werden.

Analysieren

Einen Sachverhalt gezielt darlegen und hinterfragen.

Begründen

Einen schlüssigen Gedankengang darlegen und den Grund für etwas erläutern. 

 

AFB III

Dieser Anforderungsbereich umfasst das Bearbeiten komplexer Gegebenheiten u. a. mit dem Ziel, zu eigenen Problemformulierungen, Lösungen, Begründungen, Folgerungen, Interpretationen oder Wertungen zu gelangen. Es soll hier vor allem selbstständig ein Urteil gebildet werden und Methoden eigenständig angewendet werden.

Operator

Mögliche Operatoren im Anforderungsbereich III sind:

Interpretieren

Schlüsse aus einem Sachverhalt ziehen und diesen beschreiben und erklären.

Diskutieren

Zu einem Sachverhalt eigene Gedanken entwickeln und darüber urteilen.

Bewerten

Angemessen zu einem Sachverhalt entscheiden und dazu Stellung nehmen.

 

Fazit

Im Anforderungsbereich I geht es um Wissenserwerb und dessen Wiedergabe. Hier gilt es vor allem, Dinge auswendig zu lernen. Der Anforderungsbereich II legt dann den Fokus auf die Zusammenhänge zwischen dem vorab erworbenen Wissen. Im Anforderungsbereich III geht es dann bereits um die Formulierung von Problemstellungen und entsprechenden Lösungen sowie Interpretationen und eigene Bewertungen. Ohne entsprechende Grundlagen in den Anforderungsbereichen I und II ist also eine Bearbeitung von Aufgaben im Anforderungsbereich III nicht möglich. Daher sollte die Bereiche I, II und III in ebendieser Reihenfolge bearbeitet werden.


ÜBER DEN AUTOR

Autor des Ratgebers – Georg

Georg Hutzschenreuter

Georg ist Abi-Coach und Experte für die Oberstufe und das Abitur. Er verhilft Oberstufenschüler/innen mit der richtigen Strategie und erprobten Methoden zu ihrem Wunsch-Abitur. In diesem Blog erfährst du mehr über seine Expertise.

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