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Richtig lernen lernen - Methoden, Tipps & Lernstrategien

Das Leben ist ein ewiger Lernprozess. Insbesondere die Zeit bis ins frühe Erwachsenenalter ist geprägt vom Lernen in der Schule, Ausbildung und Studium. In dieser Zeit werden Fähigkeiten für die Zukunft geformt, die dazu gedacht sind, junge Menschen auf das Berufsleben vorzubereiten. Das Fundament des Ganzen bietet das Lernen selbst. Doch wie lernt man richtig? Wie wird sichergestellt, dass jeder Schüler und jede Schülerin die besten Methoden und Strategien verfolgt, die zu ihm oder ihr passen?

Fest steht, dass diese Fragen viel zu selten beleuchtet werden, was natürlich dazu führt, dass sie unbeantwortet bleiben. Das Ergebnis: Frustration und kein Spaß am Lernen. Während Kleinkinder spielerisch an neue Aufgaben herangeführt werden, sagen wenige Schüler*innen heute, dass sie Spaß am Lernen haben.

Umso wichtiger ist, dass sich junge Menschen selbst im Bereich des Lernens weiterbilden. Genau deshalb haben wir nachfolgend die wichtigsten Methoden, Tipps und Lernstrategien zusammengestellt, damit Lernen wieder Spaß macht und erfolgreich ist.

 

Wie funktioniert lernen?

Lernen funktioniert zwar individuell – es gibt jedoch eine Grundregel, die jeder unabhängig vom Lerntyp beachten muss. Die Regel lautet: Lernen funktioniert nur, wenn sich neues Wissen auf Basis von vorhandenem Wissen entwickelt.

Das heißt nichts anderes, als dass Lernerfolg erfordert, dass das Gedächtnis die Informationen sukzessive verarbeiten kann, die ein Schüler lernen möchte. Das kann sichergestellt werden, indem wir stets die Frage nach dem Ausgangspunkt und dem Ziel im Lernprozess stellen. Wenn diese Punkte genau definiert sind und wir uns immer ausgehend von unserem vorhandenen Wissen bewegen, ist der Lernerfolg um ein Vielfaches größer.

 

Methoden

Um Lernmethoden zu verstehen, ist es zunächst entscheidend, zu verstehen, welche Sinne es gibt und welche Rolle diese beim Lernen spielen. Oft wird in diesem Kontext von „Lerntypen“ gesprochen, was darauf abzielt, Personen nach der Ausprägung ihrer Sinne einzuordnen. So simpel ist es jedoch nicht, denn Menschen sind in ihrem Lernverhalten komplexer. Oft spielt die Lernsituation eine wichtige Rolle oder die Kombination aus zwei oder mehreren Methoden führt zum Erfolg („Mischtypen“). 

Das sind die 5 grundlegenden Lernmethoden: 

  • auditiv → Lernen durch Hören
  • visuell → Lernen durch Sehen
  • motorisch → Lernen durch Anfassen, Bewegung
  • verbal-logisch → Lernen durch Lesen, Analysieren
  • kommunikativ → Lernen durch Gespräche

 

Lernstrategien

Der Begriff „Lernstrategie“ wird oft falsch verstanden. Denn wenn von Lernstrategien gesprochen wird, könnte man denken, es gebe da draußen eine klare Anleitung zum Lernen, die allumfassend ist und perfekt zum jeweiligen Individuum passt. Hiernach wird dann akribisch gesucht – vergeblich.

In Wirklichkeit sieht es so aus: Eine perfekte Lernstrategie setzt sich aus vielen einzelnen Maßnahmen zusammen, die auf Basis von Erfahrungswerten ermittelt und definiert werden. Das heißt konkret: wenn du dir folgende Fragen beantworten kannst, lassen sich hieraus Maßnahmen ableiten, die deine Lernstrategie bilden:

  • Wann lerne ich am besten? (Tageszeiten, Zeitintervalle, Pausen)
  • Wie lerne ich am besten? (Inhalte durchlesen, aufsagen, aufschreiben, etc.)
  • Womit lerne ich am besten? (Fachbücher, Erklär-Videos, etc.)
  • Wo lerne ich am besten? (Am eigenen Schreibtisch, im Wohnzimmer, in der Bibliothek, etc.)
  • Mit wem lerne ich am besten? (allein vs. mit einem Lernpartner)
  • Wie überprüfe ich mein Wissen? (Test-Aufgaben lösen, erklären, Frage-Antwort-Lernzettel, etc.)

Die Ableiteten Maßnahmen zusammengenommen ergeben deine individuelle Lernstrategie. Wenn es also bei deiner aktuellen Strategie hakt und die Ergebnisse nicht stimmen, dann solltest du dir die obigen Fragen stellen. Wenn du die sehr spezifisch diesen Fragen nachgehst, wirst du schnell herausfinden, wo das Problem (bzw. dein Potenzial!) liegt. Hier musst du dann ansetzen, um deine Lernstrategie zu verbessern.

Sobald deine Lernstrategie in den Grundzügen steht und die wichtigsten Fragen beantwortet sind, geht es um die Optimierung der Lernstrategie. Hierzu gibt es viele Ansatzpunkt.

Wir haben dir im Folgenden 10 effektive Lerntipps zusammengefasst, die dir unabhängig von deinem Lerntypen weiterhelfen können.

 

Lerntipps

Im Nachfolgenden findest du 10 effektive Lerntipps, welche dir unabhängig von deinem Lerntypen weiterhelfen können.

1. Fester Lernplatz & feste Lernzeiten

Effektives Lernen funktioniert am besten, wenn du es dir zur Gewohnheit machst. Gewohnheiten erfordern, dass etwas gleichartig und immer wieder geschieht – so entwickelt sich Routine. Deshalb solltest du dir einen festen Lernplatz einrichten, an dem du täglich lernst. Es ist nicht erforderlich, dass du dort allein bist oder den Raum nur für dich hast. Er sollte jedoch eine ruhige Lernatmosphäre bieten.

2. Lernatmosphäre kreieren

Oft wird die optimale Lernatmosphäre dadurch gestört, dass das Handy auf dem Tisch liegt, im Hintergrund eine Serie läuft oder zwischendrin gesprochen wird. Dadurch leidet der Lernerfolg besonders stark. Vertretbar ist leise Hintergrundmusik jedoch bestenfalls ohne Lyrics. Alles, was dazu führt, dass das Gehirn zusätzliche Informationen verarbeiten muss, während der Schüler/die Schülerin lernt, schwächt den Lernerfolg.

3. Lerntypen erkennen

Keine Lernmethode funktioniert für jeden Schüler/jede Schülerin gleich. Deshalb ist es wichtig, verschiedenen Lernmethoden zu testen und zu prüfen, ob diese mit den eigenen Lerntypen zusammenpassen. Eltern, die ihre Kinder hierbei unterstützen wollen, können Lernstoff zum Beispiel vorlesen, anschreiben oder skizzieren und sich anschließend von Ihrem Kind den Inhalt wiedergeben lassen.

4. Druck reduzieren

Viele Kinder haben das Gefühl, dass Sie unter enormen Druck stehen, gute Leistungen zu erbringen. Wichtig zu erkennen ist, dass dieser Druck leicht zu Frust führt. Hieraus ergibt sich dann die Einstellung „das schaffe ich sowieso nicht“ und die Motivation schwindet. Fehler müssen jedoch erlaubt sein und Probleme sollten als Herausforderungen wahrgenommen werden. Hierzu können Eltern stark beitragen.

5. Lernplan

Wie eingangs erwähnt, funktioniert Lernen nur mit Struktur. Ein Lernplan, welcher feste Zeiten und Themen vorgibt, ist entsprechend zentral. Hierbei sollte das eigene Lerntempo berücksichtigt werden und auch, dass zum Lernen mehr als nur das einmalige Lesen von Inhalten gehört. Ein realistischer Plan motiviert und gibt Freude am Lernen, wodurch man sich mehr merken kann. Die Wiederholung und die Anwendung des erlernten Wissens machen den wirklichen Unterschied in einer Klausur/Prüfung oder Klassenarbeit.

6. Vorbereitung

Die wenigsten Schüler*innen bereiten sich richtig auf das Lernen vor. Die Vorbereitung einer Übersicht der Themen nach ihrer Relevanz und die Auswahl der Materialien kann jedoch zu einem gesteigerten Lerneffekt beitragen. Durch die Vorbereitung wird gleichzeitig das Gehirn auf die Informationen vorbereitet und kann diese besser abspeichern.

7. Etappenziele

Es kann demotivierend sein, auf ein weit entferntes Ziel hinzuarbeiten, wie beispielsweise das Abitur. Was entsprechend hilft, die Motivation hochzuhalten, ist das Anvisieren von kleineren Etappenzielen. Diese zu erreichen, gibt Selbstbewusstsein und positive Energie, um weiter dranzubleiben auf dem Weg zum großen Ziel.

8. Pausen einlegen

Das Gehirn funktioniert am besten, wenn es nicht überlastet wird und Zeit hat, Informationen zu verarbeiten. Regelmäßige Pausen, in welchen der Schüler/die Schülerin an die frische Luft geht oder Sport macht, sind absolut essenziell für den Lernerfolg. Diese sollten im Lernplan (siehe 5.) berücksichtigt werden.

9. Starte simpel

Beim Lernen ist zu beachten, dass das Gehirn eine gewisse Zeit zum „Aufwärmen“ benötigt. Entsprechend sollte mit einer leichten Aufgabe gestartet werden. Schwierige Aufgaben schrecken oft ab, weshalb man gar nicht erst anfängt, den Lernstoff abzuarbeiten. Starte simpel und erhöhe dann den Schwierigkeitsgrad, wenn du in deinem Flow bist.

10. Verwende „Spickzettel“

Spickzettel zu schreiben hat eine großartige Auswirkung auf deinen Lernerfolg. Denn du beschränkst dich beim Verfassen der Zettel ganz stark auf die relevantesten Inhalte. Der Nervenkitzel beim Erstellen eines solchen Spickzettels (den du natürlich nicht beim Test benutzen solltest) führt in der Regel zu einer erhöhten Konzentration und besseren Merkfähigkeit.

Du kannst die Spickzettel im Anschluss außerdem sehr gut zum Wiederholen benutzen.

 

Es gibt abgesehen von den oben genannten Lerntipps noch viele weitere, welche Schülern*innen beim Lernen helfen können. Der größte Lernerfolg wird durch eine maßgeschneiderte Lernstrategie erreicht, welche sowohl alle Aspekte der Lernpsychologie, als auch die Stärken und Schwächen der jeweiligen Person berücksichtigt. Genau das bietet Abirocket.de mit seinem neuartigen Lernkonzept an, welches schon viele Schülern*innen zum Erfolg geführt hat. Das Team von Abirocket bietet eine kostenlose Beratung für alle an, die herausfinden möchten, wie sie ihre Noten stark verbessern können.


ÜBER DEN AUTOR

Autor des Ratgebers – Georg

Georg Hutzschenreuter

Georg ist Abi-Coach und Experte für die Oberstufe und das Abitur. Er verhilft Oberstufenschüler/innen mit der richtigen Strategie und erprobten Methoden zu ihrem Wunsch-Abitur. In diesem Blog erfährst du mehr über seine Expertise.

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Georg von Abirocket vor Tafel

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